Montag, 1. Januar 2018

To-Do-Liste 2018

Hallo und herzlich willkommen im Jahr 2018!

Es wird ein spannendes Jahr mit vielen, neuen Dingen, neuen Erfahrungen, neuen Wegen und hoffentlich vielen, interessanten Menschen.

Ich will euch heute mal erzählen, was ich mir so für das kommende Jahr vorgenommen habe.

To-Do 2018:


  • Meine Waage entsorgen (immer wieder steige ich auf dieses vermaledeite Teil, mache mir Gedanken darum, ob ich zu fett bin und ob ich nicht noch mal den Versuch starten sollte, abzunehmen. 20kg...vielleicht 30 oder doch 35? Schluss damit! Ich brauche das nicht mehr in meinem Leben. Es zählt nicht die Zahl auf der Waage, sondern der Mensch, der ich bin und dieser Mensch hat ab sofort keine Zeit mehr, sich um eine Zahl Gedanken zu machen)

  • Meinen Kleiderschrank ausmisten (ich habe viel zu viel Zeug, von dem ich immer dachte, dass ich wieder reinpassen will. Nein, will ich nicht mehr. Ich bin ich und ich brauche keine Kleidchen mehr, um glücklich zu sein. Wenn wir mal ehrlich sind: Ich war nie zufrieden mit mir...noch mehr Kilos runter, noch schlanker, noch fitter, noch muskulöser. Weniger essen, noch mehr Sport und noch weniger essen. Scheiß Teufelskreis. Den Mist braucht doch kein Mensch!)

  • Rausfinden, wo ich mein Gewerbe anmelden kann und was ich wo bezahlen muss. (Das wird ne schwierige Nummer wegen diesem bescheuerten Meister- und Kammerzwang, aber ich will und ich werde und niemand wird mich aufhalten)

  • Eine Deutschlandtour planen (auf diesen Plan komme ich zu einem späteren Zeitpunkt zu sprechen, wenn es soweit ist)

  • Meinen Führerschein machen (ja, auch 2018 wird ein Jahr voller erster Momente und ich gedenke, dieses Jahr hinzuzufügen: das erste Mal ein Auto gefahren)

  • Ein Auto kaufen (ja, noch ein erstes Mal. Aber meine Zukunftspläne sehen vor, mobil zu sein, um möglichst erfolgreich zu sein und dazu braucht es vier Räder und nen Führerschein)

  • Festivals besuchen (unzwar so viele, wie nur möglich. Selbstverständlich sprechen wir hier nicht vom Hu rricane und Konsorten, sondern von Waldfrieden, Waldhealing und dem Summerjam...sehen und gesehen werden)

  • Eine professionelle Website anlegen (das wird sicherlich einer der einfacheren Punkte auf der Liste)


Ich denke, das war es vorerst. Natürlich werde ich dieser Liste noch eine eigene Seite widmen und regelmäßig posten, allerdings werde ich mir nicht wieder vornehmen, häufiger zu schreiben, dann ich bin bereits jetzt bis zum 6.1.18 ausgebucht und hab dann noch meine Prüfung. 
Es wäre möglich, dass mein nächster Post erst am 17.1.18 kommt.

Daher wünsche ich euch an dieser Stelle einen guten Start in ein aufregendes, neues Jahr.

Eure Jessy




Sonntag, 31. Dezember 2017

Jahresrückblick 2017 und Zukunftspläne

Guten Abend liebe Blogger und Leser.

Jaa, es ist wieder so weit: in nicht mal ganz vier Stunden ist das Jahr schon wieder rum.
Es war ein tolles Jahr und ein sehr erfolgreiches Jahr noch dazu.

Ich bin mit meiner Umschulung zur Friseurin fast durch (soll heißen, die Prüfungstermine stehen, meine Prüfungsmappe ist beinahe fertig und ich bin gut vorbereitet).
Bin ich froh, wenn das endlich durch ist!

Ich habe in diesem Jahr so viele, tolle Erfahrungen machen dürfen und habe so unfassbar viel erlebt. Ich habe eine neue Leidenschaft entdeckt, interessante, neue Menschen kennen gelernt, neue Freunde gefunden und: Ich habe mein eigenes Gewerbe auf den Weg gebracht.
Als ich im März angefangen habe, Dreads zu erstellen, hätte ich nie im Leben für möglich gehalten, dass das zu einem so bedeutenden Teil meines Lebens werden würde, aber so ist es. Es ist mein Leben, meine Leidenschaft...und: meine Zukunft.
Ich habe sogar bereits sowas wie Stammkunden. Menschen, die gern zu mir kommen, um sich ihre Dreads machen zu lassen.
Ich habe Menschen Dreads gemacht und darf sie auf ihrem Weg ein Stück weit begleiten. Ich habe Kontakte geknüpft, von denen ich nie gedacht hätte, dass es dazu kommen würde.

Viele Menschen sagen, ich hätte mich verändert.
Ja, das habe ich :)
Ich bin glücklich. Ich habe mich selbst gefunden, weiß jetzt, wer ich bin, was ich will und was ich nicht will.
In diesem Jahr habe ich viele, faszinierende Menschen kennen gelernt und ich sehe viele Dinge inzwischen in einem anderen Licht.
In diesem Jahr habe ich aufgehört, in Läden wie H&M und dergleichen einzukaufen und habe festgestellt, dass ich eben einfach nicht "mainstream" bin. Ich bin nicht die auf High Heels, ich bin die, die barfuß zum Garten läuft und sich dummer Weise dabei die Fußsohlen verbrennt :D
Ich mag nicht Stunden vor dem Spiegel stehen und mir die Haare frisieren, weil ich so nicht bin. Ich bin die mit der Löwenmähne und was wäre da passender als Dreads?
Ich bin bunt, auffällig und kreativ.
Ich mache mir nichts aus lackierten Nägeln und frisierten Haaren. Ich schminke mich nicht mehr und lebe bewusster.

Ich mache mir nichts mehr aus der Zahl auf der Waage. Ich werde meine Waage entsorgen, zusammen mit meinen High Heels, den Beauty Produkten und meinen zu kleinen Klamotten, die ich eh nie wieder anziehen werde. Nicht nur, weil sie mir nicht mehr passen, nein auch, weil sie nicht mehr zu mir passen. Nicht zu mir und meinem Leben.
(Ich sollte eine To-Do-Liste schreiben...die folgt dann morgen.)

Ich lebe noch immer vegan und halte es für die richtige Entscheidung (immer noch).

Ich habe in diesem Jahr neue Freunde gefunden und einen Teil meiner Familie. Die Ein- oder Andere hat es nicht mal bis zum Jahresende geschafft, dafür sind zwei dabei, die ich sehr lieb gewonnen habe.

Es war ein gutes Jahr und ich bin sehr dankbar für alles, was in diesem Jahr gut geklappt hat, die Menschen, die ich kennen lernen durfte und all die Erfahrungen auf dieser spannenden Reise durch mein Leben.

Bis morgen...bis nächstes Jahr.

Eure Jessy

Freitag, 17. November 2017

Zukunftspläne

Guten Abend ihr Lieben :)

Allmählich neigt sich meine Umschulungszeit dem Ende zu. Am 8.1. ist die theoretische Prüfung und am 16.1. die Praktische.
Ich habe alle Modelle, der Schnitt für die Dame samt Farbe steht, das Kosmetikmodell mit samt Make-up steht und die Frisur für das Herrenmodell lege ich nächste Woche fest.
Jetzt muss ich noch mein Berichtsheft fertig machen und die Prüfungsmappe schreiben.
Man merkt zunehmend, dass alle gestresst sind.
Die meisten müssen sich jetzt Gedanken über ihre Zukunft machen. Auch ich muss das oder viel mehr...habe es schon.
Ich werde mich bei der Bremer Lebenshilfe bewerben (nein, ich will keine Friseurin sein, meine Leidenschaft liegt abseits eines Salons) und nebenbei Dreads machen. Ganz offiziell...als Nebengewerbe und wer weiß, vielleicht über kurz oder lang auch als Hauptgewerbe, aber das hat Zeit.

Für Ende Januar plane ich an einer Rundreise durch Deutschland. Vielleicht sogar Dread-Couchsurfing^^ Dafür muss ich nur erst schauen, was finanziell möglich ist. Weit entfernte Städte sind natürlich schwierig wegen der hohen Fahrtkosten.
Aber ein paar Ziele hätte ich schon jetzt.

Davon erzähle ich euch dann beim nächsten Mal, wenn ich konkretere Ziele habe

Bis dann

Eure Jessy

P.S.: Schaut auch gerne auf meinem anderen Blog vorbei. Allmählich werden es mehr Bilder und ich bin schon irgendwie stolz drauf, was ich in doch recht kurzer Zeit auf die Beine gestellt habe^^

Montag, 30. Oktober 2017

Ich mal wieder

Guten Abend

Allmählich wird es ernst. Meine Ausbildungszeit neigt sich dem Ende zu. Im Januar ist Prüfung und ich plane schon meine Zukunft danach.
In einem Friseursalon arbeiten möchte ich nicht, aber Haare bleiben meine Leidenschaft.
Daher werde ich mir einen Teilzeitjob suchen, wahrscheinlich persönliche Assistenz...ob Schule oder Kita, da bin ich noch nicht ganz schlüssig und nebenbei will ich dringend weiter Dreads machen.
Dann aber nicht mehr privat, gegen Spende oder ähnlichem, sondern offiziell mit Gewerbeschein und allem, was dazu gehört.

Zur Zeit bin ich ziemlich beschäftigt mit der Prüfungsvorbereitung und kann meiner Leidenschaft nur am Wochenende nachgehen, aber ich freue mich schon auf die Zeit nach der Umschulung.
Es war definitiv von Vorteil, Friseurin zu lernen.
Ich kann sauber abteilen, kann vernünftig toupieren, weiß, wie man Haare am besten zu Dreads verarbeitet und wie man das vorbereitet.
Und wenn dann mal jemand den Pony geschnitten haben möchte, kann ich auch das.

Und wenn ihr mal reinschauen wollt, um zu sehen, wie meine größte Leidenschaft aussieht, dann klickt ***HIER***

Bis dann

Eure Jessy

Freitag, 25. August 2017

Warum man Farbe nicht mit Farbe heller färben kann ... und was ist denn eigentlich Hanf?

Halli Hallo :)

Heute wieder ein Eintrag für "Man kann ja nicht alles wissen".
Diese Umschulung macht mich zum Autoren, wirklich. Und momentan amüsiert es mich wieder recht gut.
Das heutige Goldstück fand mal wieder statt im Theorieunterricht. Unsere Dozentin möchte sich gern die Haare strähnen lassen und hat beim Frühstück mit Nilam darüber gesprochen.
Ein Satz meiner Mitschülerin erregte meine ungeteilte Aufmerksamkeit, da ich ja immer auf der Jagd nach dem neuesten Stoff für mein Buch bin^^

"Man könnte das ja mit Farbe und 12% machen."

(Anmerkung zum Verständnis: Man kann Haare mit Farbe aufhellen, so lange sie nicht gefärbt sind. Bei bereits gefärbten Haaren gilt der Grundsatz: Man kann Farbe nicht mit Farbe heller färben. Diesen Satz hat uns unsere Dozentin als Grundsatz mit auf den Weg gegeben und uns eben diesen sogar unterschreiben lassen, weil sie genervt war von Schülern, die gern Farbe mit Farbe aufhellen wollen. Farbe lagert Farbpigmente an. Bei gefärbten Haaren braucht es also eine Blondierung. Alle, die das jetzt verstanden haben, sind also klüger als ein Drittel der Umschüler am Handwerk^^)

Unsere Dozentin antwortete mit einem einfachen:

"Die sind doch gefärbt."

Nilam: "Ja, darum sag ich ja, mit 12% und dann mit einer hellen Farbe."

"Ja, aber meine Haare sind gefähärbt."

Nilam: "Ja aber mit 12% geht das doch."

Wohlgemerkt: Diskussion Umschüler - Dozentin ...

An dieser Stelle konnte ich dann irgendwie nicht mehr schweigen und sagte den berühmten Merksatz:

"Man kann Farbe nicht mit Farbe heller färben."

Nilam: "Doch klar kann man das. Hab ich ja gerade erst gemacht."

Während meine Dozentin schon die Augen verdreht hat, habe ich dann erklärt, wie eine Farbe funktioniert und warum man künstliche Farbpigmente nur mit Blondierung raus bekommt (oder Ersatzweise mit einem entsprechenden Farbabzug). Doch Nilam wollte das partout nicht einsehen und blieb bei ihrer Meinung.
Zumindest war es für alle anderen lustig ...
Nun ja...gut, dann weiß ich, wessen Salon ich nicht empfehle^^

Die Pause am darauf folgenden Tag war aber mein persönliches Wochenhighlight.

Vanessa in der Pause neben mir:

"Was ist denn Hanfprotein?"

Muss man nicht kennen, schon klar, aber selbst nachdenken könnte man ja mal, aber ich bin ja nicht so...

"Pflanzliches Protein, wieso?"

"Protein?"

"Ja, Eiweiß halt. Gewonnen aus Pflanzen."

Nein, man muss auch nicht wissen, was Protein ist...

"Ja...und was soll Hanf sein?"

O.O <--- So ungefähr muss ich geschaut haben

"Du weißt nicht, was Hanf ist?"

Sorry, aber ich dachte ernsthaft, dass sie mich jetzt veralbern wollte...

"Nein, weiß ich nicht, Aber ich muss ja auch nicht alles wissen."

Warum sagen ungebildete Menschen eigentlich immer diesen Satz: Man muss ja nicht alles wissen. Das ist wie ein Merkmal für Doofheit.

"Hanf...ist eine Nutzpflanze."

"Warum grinst du so?"

"Weil's lustig ist."

"Warum?"

"Weil man das zb rauchen kann."

"In Zigaretten oder was?"

Ich wollte sie nicht auslachen, aber manchmal ist sie wie von einem anderen Planeten. Ich habe noch nie jemanden kennen gelernt, der wirklich nicht liest und offenbar auch nie eine Doku oder Nachrichten gesehen hat.

"Sagt dir Cannabis was?"

"Nee..."

"Gras, Mariuhana, kiffen...?"

"Achsooooo. Ja, ich kiffe ja nicht. Woher soll ich das denn wissen? Heroin hätte mir jetzt was gesagt."

"Ähm...weil das Allgemeinbildung ist?"

"Ja, man kann ja nicht immer alles wissen."

Was soll man dazu noch sagen? Am besten nichts. Und damit Ende ich jetzt für heute und wünsche euch eine gute Nacht.

Eure Jessy

Gedankensalat

Hallo ihr Lieben,

Ich muss grad mal ein paar Gedanken ordnen. Zum Einen steht im Januar die Gesellenprüfung an. Ich hab inzwischen eine Vorstellung davon, wie die Frisur aussehen soll und auch die Farbe...jetzt fehlt mir noch ein passendes Modell.
Die Anfragen sind zahlreich, aber irgendwie war noch nicht das richtige dabei. Entweder stimmt die Ausgangsfarbe nicht oder die Länge oder aber das Modell hat nicht das "richtige" Gesicht zum Schminken.
Die Einschränkungen sind etwas nervig. Kein schwarz, kein dunkelbraun, Globalfarbe, man muss nicht zwingend ein farbiges Element setzen, aber die Punktevergabe zwingt einen dann doch dazu. Lange Haare gehen nicht, weil langweilig und nicht genug Punkte und bis Ende Oktober muss die Prüfungsmappe stehen...

Zeitgleich mache ich mir immer noch Gedanken über "Waldorf - ja oder nein?".
Ich bin inzwischen so weit, dass ich viele Dinge wirklich gut finde. Feste Klassen, kein trennen der Kinder nach der Grundschule, viele Praktika, viele, wirklich gute Fächer, viel Praxisnahes und eigentlich ein tolles Konzept.
Dem gegenüber steht: Wie sind die Chancen am Arbeitsmarkt später, wenn auf dem Zeugnis steht "Freie Waldorfschule"? Wie gut ist der Bildungsstand dort wirklich? Kann ich mich mit einer anthroposophischen Lebenshaltung anfreunden und möchte ich, dass mein Kind damit aufwächst?
Ich bin auch immer noch nicht sicher, wie ich zu Eurythmie stehe...
Viele Dinge, die dort laufen, stehen im deutlichen Widerspruch zu meiner doch oft recht "wissenschaftlichen" Herangehensweise. Religion, Glaube, Engelchen, fließende Energien und Astralleib sind für mich einfach irgendwie Schwurbel.
Mein Freund fing gestern an, mir zu erzählen, dass sie sich in der Kita bei der Besprechung Gedanken darüber gemacht hätten, ob man Eltern eigentlich besser anthroposophische Ärzte empfehle sollte, weil es ja eigentlich besser ins Konzept passt...da rollen sich mir ja gleich wieder die Zehennägel ein. Ich persönlich würde eine solche Praxis gar nicht erst betreten, weil mir das zu unseriös ist.
Auch die Impfdiskussion gab es wohl schon. Ob Kinderkrankheiten nicht wichtig wären für die Entwicklung.
Will ich, dass mein Kind mit diesem Schwachsinn aufwächst?
Sie wird sich nicht mal selbst ihren Schulranzen aussuchen dürfen, weil alles, was ihr gefällt für die Schule unpassend wäre.
Auch Kleidung unterliegt dort Regeln. Keine Marken, keine bedruckten Sachen (Hello Kitty, Mia, Monster High und Co...alles unerwünscht).
Samstag schauen wir uns eine Schule zum Tag der offenen Tür an. Ich muss bunte Sachen tragen...
Schwarz ist die Farbe des Todes, so darf ich da nicht rumlaufen.
Damit kann ich mich schon nicht anfreunden. Nicht mal ich darf da mein Kind abholen und hinbringen, wie es mir beliebt. Und als angehende Friseurin ist schwarz in den meisten Salons gefordert (ist halt am besten gegen Flecken). Und überhaupt...ich will mich nicht anpassen :D

Zusätzlich hat mich gestern eine Freundin angeschrieben. Die letzten Tage war Funkstille. Sie war bei mir und es hat...wie soll ich sagen? ...es hat nicht gepasst.
Wir...passen irgendwie nicht mehr. Mein Leben hat sich verändert. Ich habe feste Tagesstrukturen, einen festen Ablauf (mit Kind gewöhnt man sich das irgendwann ja zwangsläufig an) und sie ist einfach...ja, ich weiß auch nicht.
Ich erzähl es jetzt einfach mal, so neutral, wie ich kann.
Sie war eingeladen zu der Einschulung von ihrem Patenkind und wohnt weiter weg.
Ich habe ihr vorgeschlagen, sie könne ja als Modell zu mir in den Salon kommen, dann mache ich ihr die Haare (kostet bei uns ja nichts) und wir haben uns dann getroffen.
Im ersten Moment hab ich sie kaum wieder erkannt. Sie hat sich...ziemlich verändert.
Als wir dann dabei waren, ihre Haare zu färben und zu schneiden, meinte sie, ob sie nicht bei mir übernachten könne, bei ihrer Freundin ginge das mit Hund und deren Kindern einfach nicht.
Ich natürlich ja gesagt (sie ist meine Freundin, und Freunden hilft man, ohne wenn und aber...ich Schaf) und das Unheil nahm seinen Lauf.
Sie meinte dann, sie würde dann zu ihrer Freundin fahren und ihren Hund holen und dann zu mir kommen.
Als sie um halb fünf noch immer nicht wieder da war, hab ich mal gefragt, wann sie denn nun bei mir erscheinen möchte.
...jaa, sie würde gern noch zu ihrem Vater fahren, der würde sie um 18h erwarten.
Wohlgemerkt: wir sprechen hier von mitten in der Woche.
Ich habe das mit meinem Freund besprochen, der dann auch nur meinte, dass wir kein Hotel sind und hier um 20h Schicht ist, sonst muss sie woanders pennen, immerhin müssen wir alle früh aufstehen und haben nun mal nicht frei.
Ich also versucht, meine Freundin anzurufen. Für ungefähr eine Stunde hat sie alle meine Anrufe und Nachrichten stumpf ignoriert (zumindest hat sie nicht geantwortet und auch das Telefon nicht angenommen).
Um kurz nach sechs hab ich ihr dann geschrieben, dass wir hier feste Zeiten haben und sie sich bitte daran halten möge und dass hier um acht Uhr abends Ende ist, weil das Kind auch noch zur Ruhe kommen muss, weil sie sonst bis nachts um zwölf hier rumspringt und der Wecker um 5.30h klingelt.
Wenn sie also länger weg bleiben möchte, soll sie bitte bei ihrer anderen Freundin oder ihrem Vater schlafen.
Sie war dann einigermaßen pünktlich hier, aber mit entsprechend mieser Laune.
Es tat mir ja schon irgendwo leid, aber wenn man zu Gast ist, könnte man auch einfach ein Minimum an Benehmen an den Tag legen, wenn man schon spontan hier unterkommen durfte.
Den Freitag hab ich sie dann noch mitgenommen ins Einkaufszentrum, weil ich dachte, wir könnten zusammen mit meiner anderen Freundin ein bisschen Spaß haben.
Auch das war wohl keine wirklich gute Idee.
Samstag ist sie dann wieder gefahren.
Weil es mich aber doch sehr beschäftigt hat, wie sie sich hier benommen hat und wie wenig Lebensfreude sie ausgestrahlt hatte, hab ich ihr dann eine Nachricht geschickt, dass ich mir irgendwie schon Gedanken mache, weil sie zum Einen so gar nicht fit ist (körperlich gesehen...lange Spaziergänge waren da nicht drin...) und sich zum Anderen irgendwie...vorsichtig ausgedrückt... gehen lässt.
Daraufhin bekam ich eine ganze Latte an Vorwürfen zurück. Ich habe sie erpresst (pünktlich hier oder woanders schlafen) und hätte sie mit ins Einkaufszentrum geschleift, obwohl sie ja sooo müde war und hätte sie doof behandelt...
Dabei war ich wirklich, wirklich nett.
Jetzt würde sie gern darüber reden. Aber ich muss sagen: Ich bin gar nicht sicher, ob es da noch was zu reden gibt. Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe (und ich habe nicht mal alles gesagt, was ich gedacht habe) und irgendwie...
Wir waren beide noch recht jung, als wir uns kennen gelernt haben. Ich hab noch zu Hause gewohnt, bin zur Schule gegangen,...
Ich würde ihr das alles gern sagen, will sie aber auch nicht verletzten.
Hach...ist das schwierig.

Ansonsten geht es mir aber ganz gut. Morgen gehe ich wieder laufen und hoffe, dass ich morgen fitter bin als beim letzten Mal.
Aber das kann ich ja morgen dann erzählen.

Bis dann

Eure Jessy

Sonntag, 20. August 2017

Das Laufen und ich

Hallo meine Lieben.

Draußen regnet es und ich nutze die Gelegenheit für einen kleinen Blogpost.
Ich würde jetzt gern schreiben, dass neben mir eine Tasse Chaitee steht, aber die steht in der Küche und ich habe keine Lust, jetzt noch mal aufzustehen ^^

Ich war heute seit...ewig ewig langer Zeit mal wieder Laufen.
Und ich muss sagen: ich liebe es immer noch und es hat mir echt gefehlt. Daher wird es jetzt wohl wieder häufiger Laufposts von mir geben :)

Das ist von heute morgen. Leider ist meine App mal wieder abgeschmiert und jetzt hab ich weder ne Zeit, noch die km-Angabe, aber das ist das schöne an Hausstrecken: heute morgen waren es 3,2km.
Gefühlt war ich langsam, aber das wird schon wieder.

Es war auf jeden Fall sehr schön und ich bin jetzt auch wieder motiviert, was an meiner Figur zu tun (der Sommer ist vorbei, jetzt will ich wieder abnehmen...klingt sogar für mich verrückt^^).
Ich werde die Tage auch noch nen Gewichtsverlauf anlegen (wenn ich mich traue...ich hab echt übel zugenommen Oo).

Die restliche Zeit werde ich heute wohl mit Vorlesen und Stricken verbringen.
Mein Töchterchen hat jetzt Harry Potter für sich entdeckt und in der Bücherei gab es diesen unwahrscheinlich schönen, illustrierten Band zum Ausleihen (ich muss euch dringend mal mit auf Tour nehmen und euch mal unsere Büchereien zeigen. Die sind echt sehenswert.).

Das ist übrigens mein kleiner (schon recht großer) Bücherwurm. 4,5 Jahre ist es schon her und ich staune immer noch darüber, wie schnell sie gewachsen ist.
Inzwischen denken wir über die passende Schule nach. Vielleicht wird es ja doch die Waldorfschule (auch, wenn ich mich mit den Antrhoposophen noch nicht wirklich anfreunden kann...ist mir zu esoterisch, aber mein Freund steht drauf).

Ich mach dann hier mal Schluss.
Bis zum nächsten Mal

Eure Jessy

Freitag, 28. Juli 2017

Das Wunder des warmen Wassers

Heute ein neues Kapitel aus meinem entstehenden Buch...

Das Wunder des warmen Wassers

Heute kommen wir zu einem ganz besonderen Thema. Als angehende Friseurin hat man es immer mal wieder mit der gefürchteten, modernen Technik zu tun:
Dem Wasserhahn.
Ich muss zugeben, die Wasserhähne unseres Schulsalons sind schon recht tückisch. Dreht man sie morgens früh auf, kommt minutenlang ausschließlich kaltes Wasser und man muss sie immer erst alle voll aufdrehen und laufen lassen, damit das Wasser zum Eintreffen der Modelle auch wirklich warm ist.
Für gewöhnlich bin ich morgens eine der Ersten, die ankommt und drehe schon mal morgens die Wasserhähne auf, um die Arbeitsabläufe zu beschleunigen und den Modellen Wartezeiten zu ersparen.
Dieses Mal war ich allerdings spät dran und wir standen zu dritt an den Waschbecken.
Während bei mir das Wasser allmählich warm wurde, beschwerte sich Vanessa, dass das Wasser heute einfach nicht warm wird.
Ein kurzer Blick auf den Wasserhahn verriet mir, dass das auch nicht funktionieren konnte, denn der Regler stand auf kalt. Also habe ich sie dezent darauf aufmerksam gemacht, dass man schon mal den Wasserhahn auf warm einstellen muss, damit das Wasser auch wirklich warm wird.
Ihre Antwort:
„Der steht doch schon auf warm. Und voll aufgedreht ist er auch.“
Ich gestehe: Schmunzeln musste ich da schon ein wenig. Immerhin sind wir bereits seid anderthalb Jahren da, aber man hilft ja gern.
„Der steht auf kalt.“
„Nein, schau, der steht auf warm.“
Kurz hab ich wohl überlegt, ob ich unser Küken aus den Fängen der bösen Technik befreien soll, oder zulasse, dass sie ihrem Modell mit eiskaltem Wasser die Farbe auswäscht. Was soll ich sagen...ich hatte Mitleid mit dem Modell.
„Rot ist warm und blau ist kalt. Ist wie mit den Farben in der Farbkarte. Rot ist eine warme Farbe und blau eine kalte.“
Nachdem nun Vanessa feststellen musste, dass ich recht hatte, hörte ich es vom nächsten Waschbecken schalmeien: „Fr. Meyer, dass Wasser ist kalt.“
Ein Stöhnen meinerseits war nun nicht mehr zu verhindern und ich muss sagen, nett war ich auch nicht gerade, aber Himmelherrgott, wie schwer kann es wohl sein, ein Waschbecken zu bedienen? Haben die zu Hause nur einen Fluss vorm Haus?
„Du musst den Wasserhahn halt auf warm stellen.“
„Hab ich doch,“ schallte es mir entgegen.
Ich bin dann hingegangen und hab den Wasserhahn selbst gedreht und für das Wunder des warmen Wassers gesorgt.

Manchmal fühle ich mich zwischen diesen Leuten extrem intelligent, fast schon hochbegabt. Und alles nur wegen der modernen Technik. Ein Wunder!